Mikrowechselrichter von Enphase

PV-Anlage mit Mikrowechselrichter: Für wen eignet sich die Variante?

Von Monika Butterweck

Wenn komplexe Ausrichtungsverhältnisse auf Ihrem Dach bestehen oder Ihre Photovoltaikanlage mit Verschattungen konfrontiert ist, ist die volle Stromausbeute mit einem herkömmlichen Stringwechselrichter oft nicht möglich. Erfahren Sie hier, wie Sie den Ertrag Ihrer Solaranlage mithilfe von Mikrowechselrichtern optimieren, welche Vor- und Nachteile eine PV-Anlage mit Modulwechselrichter hat und wann sie eine sinnvolle Alternative sind.

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Definition: Was ist ein Mikrowechselrichter?

Ein Mikrowechselrichter (englisch: Microinverter) erfüllt dieselbe Aufgabe wie ein herkömmlicher Wechselrichter: Er nimmt den von Ihrer Photovoltaikanlage erzeugten Gleichstrom (DC) auf, wandelt ihn in Wechselstrom (AC) um und macht ihn so für die Stromversorgung Ihres Haushalts nutzbar.

Der entscheidende Unterschied: Während ein klassischer Wechselrichter eine ganze Gruppe von Modulen (einen "String") verwaltet, wird ein Mikrowechselrichter direkt hinter ein oder zwei Modulen montiert. In modernen AC-Modulen ist er oft bereits fest integriert.

Mikrowechselrichter vs. Stringwechselrichter: die Unterschiede

Um den Unterschied zu verstehen, hilft ein Blick auf die Arbeitsweise eines klassischen Wechselrichter-Modells in der Reihenschaltung (String): Hier sind die Module wie eine Lichterkette verbunden.

  • Das Problem: Die Effizienz der gesamten Reihe orientiert sich immer am schwächsten Glied. Wird auch nur ein einziges Modul durch einen Schornstein, einen Baum oder vorbeiziehendes Laub verschattet, sinkt die Leistung des gesamten Strings drastisch.

Dieses Problem beseitigen Sie mit Mikrowechselrichtern:

  • Individuelles MPPT (Maximum Power Point Tracking): Jedes Paneel verfügt über sein eigenes Maximum Power Point Tracking. Das bedeutet: Jedes Modul arbeitet völlig unabhängig und liefert seine maximale Leistung, egal was die Nachbarmodule tun.
  • Kein "Lichterketten-Effekt": Verschattungen auf einem Modul beeinträchtigen den Rest der Anlage nicht. So lässt sich der Gesamtertrag der PV-Anlage durch Mikrowechselrichter signifikant steigern.

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Kosten von Mikrowechselrichtern

Möchten Sie die Kosten von Mikrowechselrichtern untersuchen, können Sie deren Rentabilität nur im direkten Vergleich mit der Alternative, dem String-Wechselrichter betrachten. Rechnen Sie mit Kosten zwischen 120 und 180 Euro pro Gerät.

Obwohl die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage mit Mikrowechselrichtern meist 15 % bis 20 % höher liegen als bei einem Stringwechselrichter, rechnet sich die Investition oft durch:

  • Höhere Erträge (bis zu 10 % mehr Jahresertrag bei Verschattung).
  • Geringere Installationskosten, da keine Hochvolt-DC-Verkabelung im Haus verlegt werden muss.

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Vor- und Nachteile von Modulwechselrichtern

Der Einsatz von Mikrowechselrichtern hat sowohl Vorteile als auch Nachteile.

Mikrowechselrichter Vorteile

Lassen Sie uns zunächst einen Blick auf die durchaus überzeugenden Vorteile von Mikrowechselrichtern werfen:

  • Leistungssteigerung: Sind einzelne Module Ihrer Photovoltaikanlage verschattet oder durch eine suboptimale Ausrichtung in ihrer Stromausbeute beschränkt, können Sie mit dem Einsatz von PV-Modulen mit Mikrowechselrichtern die Leistungsverluste um bis zu ein Drittel senken.
  • Lebensdauer: Modulwechselrichter verringern den Widerstand und beugen einer Steigerung der Temperatur im Inneren der Module vor. Dadurch werden Schäden unwahrscheinlicher und die durchschnittliche Lebensdauer steigt.
  • Sicherheit: Bei Mikrowechselrichtern besteht ein geringeres Sicherheitsrisiko als bei Stringwechselrichtern. Da jedes Modul selbst verkabelt ist, statt in Reihe geschaltet zu werden, sinkt die Brandgefahr oder die Entstehung von Lichtbögen durch fehlerhafte Verkabelung. Zudem bestehen weniger elektrische Gefahren, weshalb ein doch entstandener Brand leichter bekämpft werden kann.
  • Vereinfachte Wartung: Mikrowechselrichter lassen sich einzeln überwachen. Kommt es zu einem Ausfall oder Defekt, lässt sich die Ursache über das Monitoring leicht ausmachen und das betroffene Bauteil austauschen oder reparieren. Bei Stringwechselrichtern wäre im Fall eines Fehlers zunächst eine umfangreiche Diagnose erforderlich, um die schadhafte Stelle zu lokalisieren.
  • Mehr Planungsfreiheit: Mikrowechselrichter ermöglichen Ihnen, auch schwierige Dachflächen für Ihre Solaranlage zu nutzen. Ebenso sind Verschattungen nicht mehr pauschal ein Ausschlusskriterium für eine wirtschaftliche Photovoltaikanlage.
  • Erweiterung: Möchten Sie später die Größe Ihrer Photovoltaikanlage erweitern, ist keine neuerliche Auslegung (und gegebenenfalls Vergrößerung) des eingesetzten Wechselrichters erforderlich. Kombinieren Sie einfach weitere PV-Module mit Mikrowechselrichter (auch von anderen Herstellern oder mit anderer Leistung) mit der vorhandenen PV-Anlage.

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Mikrowechselrichter Nachteile

Dennoch ist es wichtig, die Vorteile gut gegenüber den Nachteilen abzuwägen – auch sie fallen, je nach Konstellation, durchaus ins Gewicht:

  • Anschaffungskosten: Es ist bereits angeklungen, dass die Anschaffungskosten im Regelfall höher sind als der Kauf eines Stringwechselrichters. Der Hauptgrund dafür liegt in der Vielzahl an notwendigen Einzelgeräten bei größeren Anlagen.
  • Höhere Ausfallwahrscheinlichkeit: Betreiben Sie statt eines Geräts beispielsweise 20 Mikrowechselrichter, ist die Wahrscheinlichkeit eines Defekts größer. Auch wenn der Wartungsaufwand durch die schnellere Auffindbarkeit der Schadstelle einfacher ist, verursachen häufigere Wartungsarbeiten wiederum höhere Kosten.
  • Wirkungsgrad: Stringwechselrichter liegen oft bei 98 %, Mikrowechselrichter 2026 bei ca. 96,5 %. Dieser kleine Nachteil wird bei Verschattung jedoch mehr als wettgemacht.

Stringwechselrichter vs. Mikrowechselrichter: Wann eignet sich die Mini-Variante?

Ein Mikrowechselrichter eignet sich nicht für Ihre optimal an der Sonne ausgerichtete PV-Anlage und keine Verschattung vorliegt. Sie erreichen dann damit keine nennenswerten Effizienzgewinne, haben aber höhere Anschaffungskosten. In diesem Fall ist ein Stringwechselrichter die bessere Wahl.

Sinnvoll sind Mikrowechselrichter jedoch bei:

  1. Verschattung: Durch Gauben, Bäume oder Nachbargebäude.
  2. Komplexen Dächern: Mehr als zwei Ausrichtungen (z.B. Ost-West-Süd-Kombination).
  3. Kleinanlagen: Für Balkonkraftwerke oder Gartenhäuser.
  4. Sicherheitsfokus: Wenn maximale Spannungsfreiheit im Gebäude gewünscht ist.

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Fazit: Mikrowechselrichter für eine größere Stromausbeute

Mikrowechselrichter sind 2026 die erste Wahl für alle "schwierigen" Dächer. Sie machen Flächen wirtschaftlich, die früher als ungeeignet galten. Bevor Sie sich entscheiden, sollten wir eine Ertragssimulation für Ihr spezielles Dach durchführen.

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